Seit wir denken können, begleiten uns Geschichten im Leben. Die Gute Nacht Geschichte um den einfacheren Einstieg in die Traumwelt zu finden, die Märchen und Fabeln um Kindern die Lehren des Lebens verständlich zu
veranschaulichen und Ausführungen um etwas deutlicher zu beschreiben oder zu erklären. Hier möchte ich Ihnen erklären, warum Geschichten für Unternehmen immer wichtiger werden.

Wenig Werbemedien – knappe Ausführungen
Produkte oder Dienstleistungen entstehen meistens aus dem Grund, dass sie eine Lösung liefern oder einen Bedarf decken. Wer sein Produkt oder seinen Service greifbar machen möchte, setzt den entsprechenden Nutzen in einen verständlichen Kontext, mit welchem sich die Zielgruppe identifizieren kann.

Zu Zeiten der Offlinewelt führte dieses Ziel der Werbekommunikation zu sehr abstrakten Ergebnissen.
Man war stets gezwungen, seine Message auf 1-2 Sätze zu reduzieren, da Plakate, Flyer und Presseanzeigen als Beispiele nur sehr kurz für Aufmerksamkeit sorgten und die Vielfalt der Kommunikationskanäle und Werbemedien recht beschränkt war.

Viele Werbemedien – Überforderung/Desorientierung
Das Internet führte zu einer Revolution mit solch rasantem Wachstum, dass Unternehmen den Möglichkeiten der eigenen Reputation regelrecht hinterherhinken. Social Media, Mobile Tracking, Targeting, Gamefication, interaktive Medien, Apps usw. überfordern die meisten.
Die Gesellschaft hat durch das Internet globale Vergleichsmöglichkeiten und den Bedarf, sich über ein Produkt oder ein Unternehmen zu informieren. Das führt dazu, dass z.B. die individuelle Servicekomponente von Händlern wichtiger gewertet wird als das Produkt, welches man dort erhalten kann. Auf der anderen Seite sind Unternehmer gezwungen, individuell auf ihre (potenziellen) Kunden einzugehen. Man hat heute eine Bandbreite von
kostengünstigen Möglichkeiten, sich durch Video, Dokumente, Fotos, Grafiken und Ton darzustellen.
Zentrale Frage nun: Welcher Inhalt ist relevant?

Die Story als Zentraler Knotenpunkt
In jedem Unternehmen entstehen Geschichten. Jeden Tag! Das kann die Erkenntnis, die zu einem Entwicklungsprozess führte, der Entwicklungsprozess selbst oder die Herstellung eines Produktes sein, um nur drei von zahlreichen Beispielen zu nennen.

Wer seine Marken- und Werbekommunikation auf Authentizität und Wahrheit baut und aus den zahlreichen Ansätzen für Stories den richtigen Content findet, sorgt für eine nachhaltige Kundenbindung und kann sich über echte Markenbotschafter, also Fans freuen, die von sich aus weiterempfehlen.

Beispiel “Employer Branding”
Unternehmen sind für Außenstehende meist nur Gebäude, in welche die Arbeitnehmer hinein, und dann wieder hinaus gehen. Hier in der Bodenseeregion sitzen sehr viele, global agierende Unternehmen, welche Auszubildende oder Fachkräfte suchen. Nur ein Bruchteil von ihnen ist bekannt und nur bei vereinzelten Betrieben weiß man, was hinter den Türen und Toren gearbeitet wird, ganz von der Unternehmensphilosophie zu schweigen.
Wer Fachkräfte akquirieren möchte, muss darauf achten, seine Pfortenmentalität gegen Offenheit und Gastfreundschaft auszutauschen.
Durch das Internet ist es möglich, Einblicke in das Unternehmen oder gar den zukünftigen Arbeitsplatz zu bieten. Mitarbeiter, Unternehmensphilosophie und Ambiente können einfacher und ausführlicher abgebildet werden. Komplexe Antworten auf die Fragen:
Welche Motivation führte zur Gründung?
Welche Wertementalität herrscht vor?
Wie sind die hierarchischen Strukturen?
etc…

Kurz, der Content muss den zukünftigen Bewerber ansprechen, er muss sich mit dem, was er sieht identifizieren können. Sich nicht derart offen darzustellen ist keine Option, da es einige Unternehmen bereits machen und sich damit auf dem Bewerbermarkt große Vorteile und Fachkräfte sichern.

 

Hier eine Grafik des Content Marketing Experten und Unternehmers Mirko Lange von talkabout. Sie zeigt die Reihenfolge, wie man von der Story auf das Kommunikations-Medium schließt und welcher Prozess damit verbunden ist:

 

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