Wie Puzzlen ohne das Motiv zu kennen!

In der Woche vom 02. – 06.03.2020 wurde ich in München zertifizierter LEGO® SERIOUS PLAY® Facilitator. Der Erfinder selbst bildete mich neben einer Hand voll anderen Menschen dazu auf englisch aus.

Lego was?

Lego ist in der Tat etwas, das wir nur mit kindlichen Erfahrungen verbinden und erscheint uns im professionellen Kontext befremdlich. Obwohl es seit 2001 praktiziert und Menschen dazu augebildet werden, damit zu arbeiten, ist es in der breiten Masse immer noch nicht angekommen.

Das hat seinen Grund:

Noch aus der Industrialisierung, in welcher Spaß und Ernst separiert wurden und Kreativität ein Dorn im Auge der Unternehmen war, haben viele unserer Mitmenschen bis heute Probleme, sich auf das Spiel, die Intuition und das „Bunte“ einzulassen. 

Trust the Process!

Spielerisch erfahren wir die Zukunft am Besten. In der Ausbildung hieß es: Fangt an zu bauen, vertraut dem Prozess und vertraut auf eure Finger. 

Die Zukunft ist nicht vorhersagbar und auf keinen Fall berechenbar. Man kann sich jedoch auf diverse Szenarien die naheliegend sind, vorbereiten. Ganze Organisationsstrukturen mit jedem einzelnen Menschen und jeder einzelnen Funktion sind mit LEGO® SERIOUS PLAY® abbildbar und bespielbar. Verschiedene „Events“ können in den Modellen durchgespielt werden. Auswirkungen aufgrund von gelegten Verbindungen verstanden werden. Ganze Teams und die Rollen der Einzelnen sind mit dem „Mapping“ in der Methode visualisierbar. So klar und modular sind Abhängigkeiten innerhalb von komplexen Strukturen nirgends sonst greifbar!

Dieses Video entstand in den 4 Tagen Ausbildung in München.

Greifbarkeit der LEGO® SERIOUS PLAY® Methode

Der Unterschied zwischen Instruktionismus und Konstruktivismus bringt es am Besten auf den Punkt:

Instruktionismus bedeutet, einem Menschen, der noch nie Ampeln gesehen hat zu erklären, was Ampeln sind und welche Rolle sie im Straßenverkehr spielen. Was von derartigen Beratungen im Kontext auf Menschengruppen in Unternehmen übrig bleibt ist, denke ich, bekannt. 

Der Konstruktivismus entlässt den Unwissenden in den Straßenverkehr. Durch die Emotionen, welche auf dem Praxisweg ins Ungewisse freigesetzt werden, wird die Lernerfahrung intensiver und zum Teil der persönlichen Kultur des Menschen. Das nenne ich Befähigung.

Mit LEGO® SERIOUS PLAY® vermeidet man in dieser Metapher, dass der Unwissende im Straßenverkehr überfahren wird. 

 

Dieses Video zeigt die LEGO® SERIOUS PLAY® Methode in Form eines Prototypings. Ein Content Creation Camp wurde im Rahmen eines großen Service Design Prozesses gebaut und getestet. In dieser Phase ging es darum, das Projektteam auf Augenhöhe mit ihrer Vorstellung des zukünftigen Camps zu bringen. Zuerst baute jeder für sich das Camp um es dann im „Shared Model“ zusammen zu bringen. Ergebnis: Eine sehr genaue Vorstellung, wie das Camp organisiert werden soll. Danach starteten wir mit dem Live-Testing zu welchem wir die Zielgruppe in Auszügen einluden. Mehr zum Projekt: www.contentcamp.at